Person

Vita

Univ.-Prof. Dr. Tobias Kollmann studierte an den Universitäten Bonn und Trier Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Marketing und wurde 1995 nach dem Abschluss zum Diplom-Volkswirt wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Marketing von Prof. Dr. Rolf Weiber. Dort promovierte er 1997 mit Auszeichnung (summa cum laude) mit einer Arbeit zur Akzeptanz innovativer Telekommunikations- und Multimediasysteme. Bereits seit 1996 beschäftigt er sich aber auch wissenschaftlich mit Fragen des Digital Business, E-Commerce und dem Phänomen der „virtuellen Marktplätze“ und war damit einer der Pioniere auf diesem Gebiet. Seine Forschungsergebnisse wurden in internationalen A-Journals wie Entrepreneurship Theory and Practice (ETP), Journal of Business Venturing (JBV), Strategic Entrepreneurship Journal (SEJ) und Journal of Management Information Systems (JMIS) publiziert. Laut der FAZ gehört(e) er 2018 und 2019 sowie 2021 zu den 100 einflussreichsten Ökonomen in Deutschland mit „Gewicht in Medien, Forschung und Politik“.

 

Zwischen 1997 und 2001 arbeitete er in der Praxis und unterstützte dort insbesondere den Aufbau von virtuellen Marktplätzen im Rahmen der Aktivitäten der Scout24-Holding, Schweiz. Im Zuge dieser Tätigkeit war er auch einer der Gründungsgesellschafter der AutoScout24 GmbH, der größten elektronischen Gebrauchtwagenbörse im europäischen Internet. 2001 veröffentlichte er das erste deutschsprachige Fachbuch zum Thema „Virtuelle Marktplätze“. Im Oktober 2001 folgte er zunächst dem Ruf an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, wo er Inhaber einer C4-Professur für E-Business wurde. Mit knapp 31 Jahren war er zu diesem Zeitpunkt der jüngste Professor auf diesem Gebiet in Deutschland und baute gerade nach dem Zusammenbruch des Neuen Marktes die Forschung und Lehre für die Digitale Wirtschaft in Deutschland maßgeblich mit auf. Seit April 2005 ist er Inhaber des Lehrstuhls für BWL und Wirtschaftsinformatik, insbesondere Digital Business und Digital Entrepreneurship an der Universität Duisburg-Essen, Campus Essen.

 

Innerhalb der Forschung konzentriert er sich insbesondere auf das Thema „Digital Entrepreneurship“ und damit auf alle Fragen rund um die Unternehmensgründung und -entwicklung in der Digitalen Wirtschaft. Neben zahlreichen internationalen TOP-Publikationen u.a. in amerikanischen A-Journalen, baute er auch das Grundgerüst für die Ausbildung im Bereich der Digitalen Wirtschaft in Deutschland auf. So hat er 2004 u.a. mit dem Werk „E-Venture“ (ab 2006 in Folgeauflagen mit dem Titel „E-Entrepreneurship“) das erste Lehrbuch nur für Unternehmensgründungen in der Digitalen Wirtschaft und 2005 das erste deutschsprachige Lexikon zur Unternehmensgründung verfasst (3. Auflage in 2021). Das Magazin „Mobile Business“ bezeichnete das Lehrbuch „E-Entrepreneurship“ am 08.09.16 als „eines der wichtigsten deutschen Grundlagenwerke für Digitalunternehmen“. Sein Lehrbuch „E-Business“ ist ebenfalls seit 2004 das führende Standardwerk für die Vermittlung der Grundlagen von elektronischen Geschäftsprozessen und -modellen und an zahlreichen Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen im Einsatz. Aktuell ist es schon in der 7. Auflage verfügbar. Der Informationsdient „media.valley“ schrieb schon am 26.02.2007, dass „das Buch für jeden Top-Manager eine notwendige Pflichtlektüre sei, um auch in Zukunft sein Unternehmen in der Digitalen Wirtschaft am Leben zu halten“. 2020 veröffentlichte er mit dem Werk „Digital Leadership“ seine Grundlagen der Unternehmensführung in der Digitalen Wirtschaft. 

 

Neben seiner Forschung hat Prof. Kollmann aber auch Maßstäbe für die Förderung von universitären Ausgründungen durch Studenten der BWL, Wirtschaftsinformatik und Informatik gesetzt. Für sein besonderes Lehr- und Förderkonzept in diesem Bereich erhielt er im Jahre 2007 beim UNESCO Entrepreneurship Award „Entrepreneurial Thinking and Acting“ einen Sonderpreis. In der Studie „Vom Studenten zum Unternehmer: Welche Universität bietet die besten Chancen? – Ranking 2007“ wurde ferner festgestellt, dass im Hinblick auf die Anzahl aktiver Teilnahmen an einschlägigen Tagungen sowie der Publikationsleistung der Forscher er mit seiner Universität Duisburg-Essen den Spitzenplatz belegt. Laut dem Ranking der Zeitung „Handelsblatt“ (2009) gehörte er ferner zudem zu den Top-10 % der Forscher in der deutschsprachigen Betriebswirtschaftslehre. Aufgrund des Lehrangebots von Prof. Kollmann wurde die Universität Duisburg-Essen vom Magazin „iBusiness“ am 28.07.16 diesbezüglich als „Vorzeige-Campus für die digitale Ökonomie“ in Deutschland bezeichnet, da längst nicht alle so deutlich auf die Digitale Wirtschaft ausgerichtet sind, wie sein Lehrstuhl an der Universität Duisburg-Essen. Prof. Kollmann ist Autor zahlreicher Fach- und Praxisbeiträge zu den Bereichen „Entrepreneurship“, „E-Business“ und „Akzeptanz/Marketing bei neuen Medien“ in nationalen und internationalen Zeitschriften bzw. Sammelbänden. Er schrieb regelmäßig eine Kolumne auf manager-magazin.de sowie der huffingtonpost.de zum Thema „Digitalisierung“. Die Bandbreite der Inhalte geht dabei von konkreten Tipps für digitale Gründer, über Hinweise an etablierte Unternehmen für ihre digitale Transformation bis hin zu Forderungen an die Politik für ein Deutschland 4.0 und die zugehörigen Rahmenbedingungen. Eine Auswahl der spannendsten Kolumnen hat er in dem Werk „Digitale Meinungsmache“ zusammengeführt (www.digitale-meinungsmache.de). Von der Bundestagswahl 2002 über das Digital Leadership 2018 und bis hin zur Corona-Krise 2020 und deren Auswirkung auf die Startup-Szene, findet jeder Leser wertvolle Anregung für die eigene Digitale Transformation. Er ist zudem Verfasser mehrerer Bücher in diesem Bereich. Neben zahlreichen Vorträgen auf Kongressen und Seminaren war er auch Inhaber eines Lehrauftrags an der Universität Köln für E-Business.

 

Er ist Herausgeber bzw. Gutachter für nationale und internationale Zeitschriften im E-Business-Bereich und war Mitglied der Jury zum Deutschen Multimedia Award 2002 und 2003. Auch beim Wettbewerb „Startup des Jahres“ der Internetplattform „deutsche-startups.de“ ist er seit Jahren ein Mitglied der Jury. Ebenso beim Gründerwettbewerb „Neumacher“ der Wirtschaftswoche und zahlreicher anderer Wettbewerbe und Veranstaltungen. 2014 ist er Gutachter für das Horizon 2020-Programm der Europäischen Kommission für DG Communication Networks, Content and Technology. Er ist einer der Herausgeber der Schriftenreihe „Entrepreneurship“ im Springer Gabler-Verlag und gehört auch zum Coaching-Netzwerk vom Gründer-Wettbewerb „Mit Multimedia erfolgreich starten“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), für das er auch seit vielen Jahren als Sachverständiger im Beirat des EXIST-Förderprogramms tätig ist. Für das BMWi und das Land NRW organisierte er 2012 zudem den 1. Startup-Battle, ein Pitching für Unternehmensgründer der IKT-Branche im Rahmen des bundesweiten IT-Gipfels in Essen.

 

Während des „Wissenschaftsjahres 2014 – Die digitale Wirtschaft“ war er verantwortlich für den „E-Entrepreneurship Flying Circus“ (#EEFC14), einer bundesweiten Bustour über 2.000 km an die Hochschulen in Köln, Hamburg, Berlin, Dresden, Nürnberg und Stuttgart zur Förderung der Gründerausbildung für die Digitale Wirtschaft. Mit über 60 teilnehmenden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Hochschule und Startup-Szene war der E-Entrepreneurship Flying Circus damit die erste und größte Impulsserie dieser Art in Deutschland. Teilnehmer waren u.a. Brigitte Zypries – Bundeswirtschaftsministerin, Thomas Jarzombek – MdB/CDU, Lars Klingbeil – MdB/SPD, Lars Hinrichs – Gründer von XING, Tim Schumacher – Gründer von Sedo, Stephan Uhrenbacher – Gründer von Qype, Ulrich Dietz – Präsidiumsmitglied beim BITKOM. Von 2005 bis 2008 war Prof. Kollmann ferner Mitglied im Präsidium des „Förderkreis Gründungs-Forschung e. V. (FGF)“ und hier zuständig für die wissenschaftliche Nachwuchsförderung. 2012 wurde sein Thesenpapier „IKT.Gründungen@Deutschland – Essener Thesen zum E-Entrepreneurship“ ein in der Politik viel beachteter Impuls zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für IKT-Gründer, der u. a. mit einer persönlichen Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Kanzleramt gewürdigt wurde. Im gleichen Jahr war er ferner einer der Initiatoren und ein Gründungsmitglied vom Bundesverband Deutsche Startups e.V. und wurde zudem von dessen Vorstand in den ersten Beirat des Verbandes berufen. Dieser Bundesverband ist heute die zentrale politische Stimme der Startups in Deutschland.

 

2013 berief der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Philipp Rösler, ihn als Kernmitglied in seinen 24-köpfigen Beirat „Junge Digitale Wirtschaft“ (BJDW) beim BMWi. Dieser Beirat berät den Bundeswirtschaftsminister in allen wichtigen Fragen der digitalen Wirtschaft. Am 22. April 2013 wird er zum Vorsitzenden dieses Gremiums gewählt und übernimmt damit die Rolle eines wichtigen Mittlers zwischen der Politik und der Digitalen Wirtschaft in Deutschland. Die Ergebnisse der Beiratsarbeit münden nicht nur in ein viel beachtetes Vorschlagspapier, sondern werden unter seiner Führung auch ein wichtiger Bestandteil des aktuellen Koalitionsvertrags. Am 5. März 2014 wurde er im Rahmen der ersten Sitzung nach der letzten Bundestagswahl unter der Leitung des ehemaligen Bundeswirtschaftsministers Sigmar Gabriel als Vorsitzender des Beirats bestätigt und von den Mitgliedern wiedergewählt. Auch für eine dritte Amtszeit als Vorsitzender des BJDW wurde er am 16. Juni 2015 erneut einstimmig gewählt. In diese laufende Periode fällt auch der Start einer Kooperation mit dem „Conseil national du numérique“, dem Beirat im französischen Wirtschaftsministerium und damit die Internationalisierung der Gremiumsarbeit.

 

Am 27.10.2015 überreichte er vor diesem Hintergrund auf der französisch-deutschen Konferenz zur Digitalen Wirtschaft nach einer Rede im Élysée-Palast zusammen mit Benoît Thieulin, dem Vorsitzenden des französischen „Nationalrat für Digitales“ (Conseil national du numérique, CNNum), den Aktionsplan für Innovation (API) „Digitale Innovation und Digitale Transformation in Europa“ an den damaligen Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und an Präsident Emmanuel Macron, damals noch Frankreichs Minister für Wirtschaft, Industrie und Digitales. Enthalten sind 15 Vorschläge zur Stärkung einer international wettbewerbsfähigen europäischen Digitalwirtschaft. Zentrale Themen sind die Ausbildung und Förderung von digitalen Kompetenzen, der Aufbau eines europäischen Ökosystems für digitale Startups, die Finanzierung von digitalen Innnovationen, die Etablierung eines Digitalen Binnenmarktes und die digitale Transformation der europäischen Wirtschaft. Am 25.04.2016 besuchte er zusammen mit Mounir Mahjoubi, dem damaligen Vorsitzenden des Conseil national du numérique (CNNum) in Brüssel den Vice-Commissioner Andrus Ansip und am 27.04.2016 den Commissioner für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft Günther Oettinger, um über die weitere Entwicklung des Digitalen Binnenmarktes zu sprechen. Auf seine Initiative hin soll ein europäischer Beirat für die (junge) Digitale Wirtschaft gegründet werden, der sich aus Vertretern der einzelnen Beiräte aus den jeweiligen EU-Ländern zusammensetzen soll. Am 07. Juli 2016 wurde er einstimmig als Vorsitzender des BJDW für eine vierte, am 06. Juni 2017 für eine fünfte Amtszeit wiedergewählt.

 

Am 13. Dezember 2016 überreichte er zusammen mit dem Vorsitzenden des französischen CNNum das gemeinsame Maßnahmenpapier „Digitalisierung ist eine Grundfrage für Europa!“ an den damaligen Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und seinen französischen Amtskollegen Michel Sapin in Berlin im Rahmen der zweiten dt.-fr. Digitalkonferenz. Der Maßnahmenkatalog enthält sechs konkrete Vorschläge für den gemeinsamen digitalen Binnenmarkt in Europa zu den Themen europäische Standards für Datensicherheit, einheitliche Regelungen zur Datennutzung, Unterstützung der Internationalisierung von Startups, Aufbau europäischer Hubs für Industrie 4.0 und Internet of Things, Forschung und Förderung zum Bereich Künstliche Intelligenz sowie Harmonisierung der europäischen Steuersysteme für Digitalunternehmen. Die Redaktion von politik & kommunikation (Ausgabe 117/2016) zählt ihn zu den bedeutendsten Akteuren der Digitalisierung im politischen Berlin.

 

Im März 2014 wurde er vom Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein‐Westfalen, Garrelt Duin, zum Beauftragten für die Digitale Wirtschaft in NRW ernannt. In dieser Funktion soll er als direkter Ansprechpartner die Brücke zwischen Gründern, Wissenschaft, Kapital und Industrie schlagen und eine Strategie für die Digitale Wirtschaft als Querschnittsbranche aus Internetwirtschaft, Informations‐ und Kommunikationswirtschaft in bzw. für NRW entwickeln. Am 19.06.2015 stellte er zusammen mit dem NRW-Wirtschaftsminister eben diese Strategie unter dem Titel „Köpfe, Kapital und Kooperation von und für Startups, Mittelstand sowie Industrie für digitale Geschäftsprozesse und -modelle“ mit dem zugehörigen Maßnahmenpaket im Umfang von 42 Mio. Euro aus dem Landeshaushalt für die Digitale Wirtschaft in NRW vor. Über die zugehörigen Hebelwirkungen einer Co-Finanzierung von Antragsstellern hat das DWNRW-Programm einen Gesamtumfang von 142 Mio. Euro. Im Mittelpunkt stehen die sog. DWNRW-Hubs, bei denen in sechs NRW-Städten zentrale Anlaufpunkte für die Region entstehen, die als Drehscheibe für Digitalprojekte zwischen Startups, Mittelstand und Industrie fungieren werden. Am 08. Juli 2016 stellte er zusammen mit Wirtschaftsminister Garrelt Duin die Gewinner des zugehörigen Landeswettbewerbs vor: Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen/Ruhrgebiet, Köln und Münster. Das Online-Magazin „IT-ZOOM“ bezeichnete daraufhin NRW am 12. Juli 2016 als „politischen Vorreiter der Digitalisierung“.

 

Im Ergebnis zeigte eine Studie vom Institut der deutschen Wirtschaft aus Köln, welche am 3. April 2017 vorgestellt wurde, dass diese Strategie mit den zugehörigen Maßnahmen nach nur drei Jahren schon über 1.000 neue Startups für die Digitale Wirtschaft in NRW hervorgebracht hat, der Digitalisierungsgrad im NRW-Mittelstand über dem Bundesdurchschnitt lag und sich die Industrie-Unternehmen aus NRW im Digitalisierungsindex vor ihrer Konkurrenz aus dem übrigen Bundesgebiet positionieren konnten. Das Engagement von Prof. Kollmann als Landesbeauftragter endete mit dem Regierungswechsel in NRW im Jahr 2017. Politisch aktiv blieb er aber, denn auch der nachfolgende Bundeswirtschaftsministers Peter Altmaier berief ihn 2018 erneut in den Beirat für Junge Digitale Wirtschaft im BMWi, welcher ihn am 30.08.18 wieder einstimmig zum Vorsitzenden wählte. Zuletzt machte der Beirat über seine Empfehlungen zu der KI-Strategie der Bundesregierung und der Forderung nach einer „Deutschen Stiftung für Digitale Innovationen“ auf sich aufmerksam. 2020 kandidierte Prof. Kollmann nicht erneut für den Vorsitz und gab so den Staffelstab an die nächste Generation weiter. Peter Altmaier sagte dazu: „Ich danke Prof. Kollmann ganz herzlich für seine siebenjährige Arbeit als Vorsitzender des BJDW. Er hat in dieser Zeit immer wieder bedeutsame Anstöße für die zukunftssicheren Rahmenbedingungen der digitalen Wirtschaft in Deutschland und Europa gegeben.“

 

Neben seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit war er zudem von 2001 bis 2015 der Inhaber und Geschäftsführer der netSTART Venture GmbH in Köln, einem Beratungs- und Beteiligungsunternehmen für Startups, Mittelstand und Industrie rund um Fragen von elektronischen Geschäftsprozessen und -modellen. Als Business Angel finanzierte er über dieses Unternehmen in den letzten 15 Jahren auch zahlreiche Startups der Digitalen Wirtschaft, wofür er 2005 vom Business Angels Netzwerk Deutschland e.V. in den „BAND Heaven of Fame” aufgenommen und 2012 sogar zum „Business Angel des Jahres“ gewählt wurde. 2015 verkaufte er erfolgreich die netSTART Venture GmbH im Rahmen eines Exits an die Mountain Partners Holding aus der Schweiz. Im gleichen Jahr wurde er vor diesem Hintergrund sowohl in den Verwaltungsrat der Mountain Partners AG als auch in den Aufsichtsrat des MDAX-Unternehmens Klöckner & Co SE aus Duisburg berufen. Seit 2018 ist er Inhaber und Geschäftsführer der netSTART GmbH in Köln. Gegenstand des Unternehmens ist der Aufbau und Betrieb eines umfassenden Aus- und Weiterbildungssystems inkl. Vortrags- und Beratungsleistungen rund um das Thema Digitalisierung (www.netstart-academy.de). Dazu zählen sowohl Online-Kurse als auch Zertifikatskurse zum E-Business-Manager (Fachkräfte) und E-Business-Leader (Führungskräfte) in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen. 2019 wurde er zudem in den Aufsichtsrat der COMECO GmbH & Co. KG, einem FinTech-Spin-off der Sparda Banken, berufen und zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

 

Im Rahmen seiner zahlreichen Praxisprojekte konnte er 2004 als Initiator und Projektleiter zusammen mit T-Mobile und Motorola die erste mobile Applikation in Form des ersten UMTS-Eventportals in Deutschland zur Kieler Woche realisieren. Er ist damit einer der Pioniere der mobilen Apps und ein Sprecher von Apple würdigte ihn zum 10-jährigen Jubiläum 2014 mit den Worten „Seine Applikation kannten wir auch, als erste deutsche Vorstufe heutiger Apps“. 2006 erfand er zudem mit der Virtual Kicker League ein Multiplayer-Spiel, bei dem die Fans der Fußball-Bundesligavereine gegeneinander antreten und das reale Ligageschehen über einen Online-Kicker begleiten können. Rund 150.000 Fußball-Fans nutzen diese Gelegenheit, um die virtuelle Kicker-Meisterschaft für ihre Vereine auszuspielen. Insgesamt konnte er darüber hinaus schon zahlreiche Unternehmen vom Konzern bis zum KMU umfassend und kompetent in allen Fragen rund um das E-Business (Internet), M-Business (Mobile) und T-Business (Interaktives Fernsehen) beraten und somit seine Mandanten und Kunden fit für die Zukunft der elektronischen Geschäftsmodelle und -prozesse in der Digitalen Wirtschaft machen.

 

Laut dem Magazin „Business Punk“ (Ausgabe 02/2014) gehört Prof. Kollmann zu den 50 wichtigsten Köpfen der Startup-Szene in Deutschland. Er ist zudem ein gefragter Speaker und Moderator für Veranstaltungen rund um die Themen „Digitale Wirtschaft“, „Digitale Transformation“ und „Digitale Innovationen“ für Konzerne und KMUs, Verlage, Banken, Bildungseinrichtungen und Hochschulen, Interessensvertretungen und politischen Parteien bzw. Organisationen, Messen und Seminarveranstaltern, Berufsverbänden, Clubs, Kundenversammlungen, Initiativkreisen, Medienunternehmen usw. Er war und ist einer der führenden Experten für die Digitale Wirtschaft in Deutschland und hat als Forscher, Ausbilder, Berater, Entwickler, Investor aber auch als politischer Vordenker, einen wesentlichen Teil für deren Entwicklung in unserem Land beigetragen. Im September 2016 veröffentlichte er vor diesem Hintergrund zusammen mit Dr. Holger Schmidt, dem Internet-Chefkorrespondent des Magazins FOCUS, den Bestseller „Deutschland 4.0“. Dieses Buch zeigt, wie die Digitale Transformation für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik für unser Land gelingt. Brandwatch zählt Prof. Kollmann im November 2017 zu den TOP-10 der einflussreichsten Twitter-Autoren rund um das Thema „Digitale Transformation“ und „Digital Leadership“.

 

Interviews und Statements von Prof. Dr. Tobias Kollmann zum Thema Digitalisierung finden sich regelmäßig in allen großen überregionalen (z.B. Die Welt, FAZ, Handelsblatt) und regionalen Tageszeitungen (z.B. WAZ, Berliner Tagesspiegel, Kölner Express, Hamburger Abendblatt). Er war zudem als Experte für die digitale Wirtschaft im Fernsehen und Radio u.a. bei ARD, ZDF, Deutschlandfunk und im WDR zu sehen/hören. Er ist zudem seit 2020 Moderator und Gastgeber der Sendung „Digital // Duell“ (www.digitalduell.de), der Pressedebatte zur Digitalen Transformation von Wirtschaft, Gesellschaft und Politik mit inzwischen schon über 200.000 Zuhörern und Zuschauer bei Spotify, Soundcloud & Co. (Podcast) und bei YouTube (Videocast).

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Carl-Ernst Giesting

Carl-Ernst Giesting

Senior Vice President bei der innogy SE

"Die sehr interaktive und smarte Keynote von Prof. Kollmann war ein Highlight unserer Vertriebskonferenz. Spätestens seit diesem Vortrag sind jedem Teilnehmer die Bedeutung virtueller Marktplätze und die Wucht der digitalen Transformation bewusst."